COVID-19: Japan erwägt weiteren Ausnahmezustand

COVID-19: Japan erwägt weiteren Ausnahmezustand

Aufgrund der COVID-19-Pandemie mussten im vergangenen Jahr mehrere Anime-Projekte verschoben werden. Ein Szenario, das sich bald wiederholen könnte. Laut einem aktuellen Bericht von NHK, Die japanische Regierung erwägt, für einige Regionen des Landes den Notstand auszurufen.

Tokio und Umgebung stehen vor dem Ausnahmezustand

Premierminister Yoshihide Suga sagte gestern auf einer Pressekonferenz, dass diese Maßnahmen Tokio und einige angrenzende Präfekturen treffen könnten. Grundlage dafür ist ein Gesetz für besondere Maßnahmen. Der Ausnahmezustand in Tokio, Saitama, Kanagawa und Chiba könnte noch vor diesem Wochenende in Kraft treten. Sollte es dazu kommen, würden die Maßnahmen zunächst etwa einen Monat lang bestehen bleiben.



Es wird erwartet, dass die Präfekturen ihre Einwohner auffordern, nach 20 Uhr keine unnötigen Reisen zu unternehmen. Darüber hinaus soll auch das öffentliche Leben weiter eingeschränkt werden.

Geschäfte, die Alkohol verkaufen, werden voraussichtlich vom 8. bis 31. Januar 2021 vor 20:00 Uhr schließen. Restaurants, die keinen Alkohol trinken, sollen in der Zwischenzeit ebenfalls vor 20:00 Uhr schließen. vom 11. bis 31. Januar 2021. Experten hätten der Regierung zu diesen Schritten geraten, da viele Neuinfektionen höchstwahrscheinlich mit Essen und Trinken in Verbindung gebracht wurden. Theater und Kinos müssten jedoch keine weiteren Einschränkungen befürchten.

Kinos des Cinema Sunshine Kette, reagierten jedoch bereits auf die drohenden Einschränkungen und kündigten am vergangenen Samstag an, den Ticketverkauf in Tokio und den angrenzenden Präfekturen vorübergehend einzustellen. Wenn die Kinos geöffnet sind, können Tickets nur am Tag der Vorstellung erworben werden.

Mehr Anime-Verschiebungen? Infektionsraten in Japan zu hoch

Grund für diese Überlegungen ist die zuletzt massive Zunahme der Zahl der täglich registrierten COVID-19-Neuinfektionen in Tokio und Umgebung. Daher hatten die Leiter der Präfekturen bereits am 2. Januar 2021 die Zentralregierung aufgefordert, den Ausnahmezustand auszurufen.

Sollte dies passieren, wäre es der zweite Ausnahmezustand während der Pandemie. Im vergangenen Jahr zwangen die angekündigten Maßnahmen viele Anime-Studios dazu, ihre Produktionen vorübergehend lahmzulegen. In der Folge mussten mehrere Serien pausieren und andere Projekte verschoben werden.

Am 4. Januar 2021 meldete Tokio 884 neue COVID-19-Fälle. Das ist die bisher höchste Zahl an Neuinfektionen an einem Montag. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der registrierten Fälle damals auf 63.474, von denen die Regierung 108 als schwere Fälle einstuft.